Iwan Iljin über das Dienstethos, kreative Minderheiten und kulturelle Kontinuität

Der russische Staats- und Rechtsphilosoph Iwan Iljin versuchte nach der Machtergreifung der Kommunisten in Russland die geistigen Grundlagen für eine spätere Erneuerung des Landes und seiner Kultur aus seinen christlichen Wurzeln zu schaffen. In einem in diesem Zusammenhang in den 1920er Jahren entstandenen Aufsatz beschreibt er, dass die Kontinuität jeder Kultur unter solchen Umständen auf kleinen Gemeinschaften beruhe, die sich transzendenten Zielen verpflichtet fühlen würden.

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Camille Paglia über die Ablehnung von Männlichkeit in Spätphasen von Kulturen

Die amerikanische Kulturwissenschaftlerin Camille Paglia beschrieb vor einiger Zeit im Zusammenhang mit Versuchen zur Auflösung traditioneller Konzepte von Geschlechteridentität, dass westliche Kulturen der Gegenwart sich in dieser Hinsicht so verhalten würden wie untergegangene Kulturen in ihren Spätphasen. Weiterlesen

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Voraussetzungen kultureller Kontinuität – Jüdische Erfahrungen (Teil 1): Die Qualität der Eliten

Für das „Jewish People Police Institute“ (JPPI) der „Jewish Agency for Israel“ hat der Historiker Shalom Salomon Wald vor einiger Zeit unter dem Titel „Rise and Decline of Civilizations – Lessons for the Jewish People“ eine Studie über die Voraussetzungen langfristiger kultureller Kontinuität erstellt. Einige seiner Erkenntnisse sind auch in Zusammenhang mit unserem Vorhaben relevant, weshalb in den kommenden Tagen hier eine Serie mit entsprechenden Beiträgen erscheinen wird. Im ersten Teil widmen wir uns der Qualität der Eliten und den Anforderungen guter politischer Führung als Voraussetzung kultureller Kontinuität.

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David Engels: Das Ende des Westens und die kommenden Verwerfungen

Der in Brüssel lehrende Althistoriker David Engels ist vor allem durch sein Werk „Auf dem Weg ins Imperium“ bekannt geworden, in dem er Parallelen zwischen bestimmten Phasen der römischen Geschichte und der aktuellen Entwicklung Europas aufzeigt und vor gravierenden Verwerfungen warnt. In der gedruckten Ausgabe des „Cicero“ (Ausgabe November 2016) fasste er seine Thesen zu den Auflösungsprozessen, die europäisch-geprägte Gesellschaften zunehmend kennzeichnen, zusammen.

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Glaube und Ethos: Gerechter Zorn im Christentum

Der Philosoph Marc Jongen sieht in einem Mangel an „Thymos-Spannung“, d.h. in einem Mangel an Zorn gegen bestimmte Mißstände und Fehlentwicklungen, einen wesentliche Ursache von Auflösungserscheinungen europäischer Gesellschaften.

Was Zorn angeht, so können jedoch sowohl Mangel als auch Überfluss destruktive Folgen haben. Das Christentum hat in diesem Zusammenhang das Konzept des „gerechten Zorns“ geschaffen, das beide Extreme vermeidet und als ethische Grundlage für die Auseinandersetzung mit den Herausforderungen und Verwerfungen geeignet ist, denen Europa gegenübersteht. Weiterlesen

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Alexander Grau über die Politik der interkulturellen Öffnung: „Das Ideal ist der entwurzelte Mensch“

Der Philosoph und Journalist Alexander Grau beschreibt beim „Cicero“ die Ziele und weltanschaulichen Vorstellungen, die der unter dem Motto „interkulturelle Öffnung“ betriebenen radikalen Umgestaltung Deutschlands zugrundeliegen.

Anlass ist die Veröffentlichung eines Dokuments mit dem Titel „Leitbild und Agenda für die Einwanderungsgesellschaft“, das unter dem Vorsitz der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Aydan Özuguz, erstellt worden war.

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Bischof Rudolf Voderholzer: Zweifel an der Integrierbarkeit des Islams

Die Präsenz des Islams und ihre Folgen werden in den kommenden Jahrzehnten eine der zentralen Herausforderungen sowohl für das Christentum in Europa als auch für europäische Gesellschaften im Allgemeinen darstellen.

Der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer gehört in diesem Zusammenhang zu den Stimmen in der Kirche, die bereits frühzeitig  und zutreffend auf die erwartbaren Folgen der laufenden Welle irregulärer Migration aus dem islamischen Kulturkreis realistisch bewerteten.

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Neue soziale Brennpunkte in Deutschland: Beispiel Hamburg-Billwerder

Der seit 2015 anhaltende Zustrom irregulärer Migranten nach Deutschland hat, aus einer gemeinwohlorientierten Perspektive betrachtet, bereits jetzt überwiegend negative Auswirkungen. Diese werden sich in den kommenden Jahren jedoch noch verstärken, etwa in Form der Ausweitung und Neubildung sozialer Brennpunkte.

Ein aktuelles Beispiel dafür ist Hamburg-Billwerder, wo die konzentrierte Ansiedlung mehrerer tausend irregulärer Migranten geplant ist. Dies wird den Stadtteil grundsätzlich und auf für seine bisherigen Bewohner sehr nachteilige Weise verändern.

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Migrationsforscher Ruud Koopmans: Hohes Gewaltpotential unter Muslimen

Der Migrationsforscher Ruud Koopmans ist Professor für Soziologie und Migration an der Humboldt-Universität zu Berlin und zudem am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) tätig. Im Rahmen seiner Forschung hat er unter anderem Gewaltpotentiale unter Muslimen weltweit untersucht. Demnach seien mindestens 50-140 Millionen der volljährigen Muslime weltweit als gewaltbereit einzustufen. Weiterlesen

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Frankreich: Die Krisenwahrnehmung geistiger Eliten

Ein aktueller Beitrag in der „New York Times“ stellt die in Teilen der geistigen Elite Frankreichs über die weltanschaulichen Lager hinweg verbreitete Wahrnehmung vor, dass das Land und seine Gesellschaft sich in einem kulturellen Auflösungsprozess befinden würden. Diese als „Déclinisme“ bezeichnete Wahrnehmung stützt sich nicht mehr nur auf christliche und konservative Denker wie in der Vergangenheit, sondern umfasst mittlerweile auch liberale und progressive Stimmen.

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In eigener Sache: Neuer Projektname

Unser Vorhaben nimmt immer konkretere Züge an. In diesem Zusammenhang haben wir uns für eine Anpassung des Projektnamens entschieden. Aus dem „Projekt Ernstfall“ wird somit ab sofort das „Projekt Sankt Michael“. Weiterlesen

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Islambezogene Herausforderungen: Eindrücke aus dem Justizbereich

Migration aus dem islamischen Kulturraum stellt aufgrund ihrer häufig negativen Folgen eine der zentralen Herausforderungen zumindest für die Zukunft Westeuropas dar. Wie in ganz Westeuropa sind treten dabei auch in Deutschland vor allem allem jüngere männliche muslimische Migranten problematisch in Erscheinung. Aktuelle Erfahrungen deutscher Justizmitarbeiter unterstreichen in diesem Zusammenhang die kulturellen Muster, welche die Ursache vieler der zu beobachten Probleme darstellen. Weiterlesen

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Migration und die Zukunft Europas: Katholische Stimmen

Das Christentum hat den verschiedenen Kulturen Europas eine gemeinsame geistige Grundlage gegeben und aus ihnen eine Einheit geformt, zu der sie sonst wohl nicht gefunden hätten. Es bildete zudem die kulturelle Grundlage, die es ermöglichte, dass aus den europäischen Stämmen der Spätantike und des Frühmittelalters die heute noch bestehenen Völker und Gemeinwesen entstehen konnten. Über Jahrhunderte war das Christentum zudem die geistige Grundlage der Selbstbehauptung Europas gegen Versuche fremder Religionen und säkular-totalitärer Ideologien, den Kontinent zu unterwerfen.

Aus diesem über lange Zeiträume bewährten geistigen Erbe heraus ist das Christentum auch in der Gegenwart gut aufgestellt, wenn es darum geht, Antworten auf existentielle Herausforderungen für Europa zu finden, etwa auf die Herausforderung durch Migration. Weiterlesen

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Krisenahnung und -Vorbereitung bei wirtschaftlichen Eliten

Ein aktueller Beitrag im Magazin „The New Yorker“ über Krisenahnung und Krisenvorbereitungsmaßnahmen von sehr wohlhabenden Nordamerikanern gewährt einige Einblicke in die alles andere als optimistischen Erwartungen von Teilen der wirtschaftlichen Eliten der westlichen Welt über die potentiellen Entwicklungen der nächsten Jahre. Weiterlesen

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Gertrud von le Fort: Das Geheimnis der versiegenden Quellen

Gertrud von le Fort (1876-1971)  gilt als eine bedeutendsten katholischen Schriftstellerinnen des 20. Jahrhunderts. Sie stand dem „Renouveau catholique“ nahe; einer im 19. Jahrhundert in Frankreich als eine der Antworten auf moderne Ideologien entstandenen kulturellen Erneuerungsbewegung. Diese umfasste im 20. Jahrhundert Autoren aus weiten Teilen Europas, auf die hier noch näher eingegangen werden wird und z.T bereits wurde. Dazu gehören etwa Georges Bernanos, Charles Péguy, Léon Bloy, Romano Guardini, T.S. Eliot, G.K. Chesterton, Nikolai Berdjajew oder Hilaire Belloc. Weiterlesen

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