Auflösungserscheinungen: August 2016 (Teil 2)

Moderne europäische Gesellschaften sind historisch einzigartig in der Hinsicht, dass die sie gegenwärtig prägenden Tendenzen aktiv die Zerstörung der kulturellen Grundlagen eben jener Gesellschaften betreiben und dies als Ausdruck von oder Voraussetzung für Fortschritt verstehen. Dieser Beitrag enthält eine kommentierte Übersicht über entsprechende Meldungen der vergangenen Tage. Weiterlesen

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Günter Rohrmoser: Der Ernstfall

Der Name des „Projekt Ernstfall“ bezieht sich auch auf einen Text des Philosophen Günter Rohrmoser, in dem dieser 1994 unter dem Titel „Der Ernstfall“ eine Reihe konvergierender krisenhafter Entwicklungen in Deutschland beschrieb. Diese würden sich auf einen Punkt zubewegen, an dem sie die Belastbarkeit von Staat und Gesellschaft in absehbarer Zeit überfordern würden, was gravierende Verwerfungen nach sich ziehen werde. Weiterlesen

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Auflösungserscheinungen: August 2016 (Teil 1)

Moderne europäische Gesellschaften sind historisch einzigartig in der Hinsicht, dass die sie gegenwärtig prägenden kulturellen Kräfte gezielt die Zerstörung der kulturellen Grundlagen eben jener Gesellschaften anstreben und den Vollzug dieser Zerstörung mit Zustimmung eines Großteils der Betroffenen als Ausdruck von Fortschritt darstellen. Mehrmals im Monat veröffentlichen wir ab sofort eine kommentierte Übersicht über Meldungen, die entsprechende kulturelle Auflösungserscheinungen in Deutschland und anderen modernen europäischen Gesellschaften dokumentieren. Weiterlesen

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Findet eine „Re-Traditionalisierung“ in Europa statt?

Der amerikanische Kulturwissenschaftler Stephen Turley blickt optimistisch in die Zukunft. Ereignisse wie der „Brexit“ seien ein Beleg dafür, dass die Kräfte der Globalisierung und anderer Auflösungsentwicklungen schwächer seien als Ordnungskräfte wie die Sehnsucht des Menschen nach Identität in Form von Familie, Nation, Glaube und Tradition. Während sich andere Regionen der Welt schon lange im Aufstand gegen entsprechende Auflösungsversuche und -Prozesse befänden, habe nun auch in Europa eine „Re-Traditionalisierung“ eingesetzt. Weiterlesen

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Die Kontinuität des Eigenen als Kulturauftrag

Die große Frage, die alle kulturtragenden Kräfte beschäftigt, ist die nach der Kontinuität des Eigenen. Jene Japaner, die in der Meiji-Zeit die Voraussetzungen dafür schufen, dass Japan den Herausforderungen der westlichen Moderne relativ erfolgreich begegnen konnte, mussten ebenso Antworten auf diese Frage finden wie die islamischen Kräfte, die sich ebenfalls durch die westliche Moderne herausgefordert sehen oder die Völker Osteuropas und Zentralasiens während der Herrschaft des auf ihre Auflösung zielenden Kommunismus. Weiterlesen

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G.K. Chesterton: Das kommende dunkle Zeitalter

Der katholische Schriftsteller G.K. Chesterton setzte sich 1927 in seinem Aufsatz „The New Dark Ages“ mit den sich spätestens seit der französischen Revolution immer deutlicher ankündigenden Verwerfungen und möglichen Antworten darauf auseinander. Chesterton war einer der ersten Autoren, der nicht mehr davon ausging, dass die zu den bereits eingetretenen und künftigen Verwerfungen führenden Entwicklungen noch umkehrbar wären. Anders als optimistischere Stimmen sprach er von Schutzräumen, die es angesichts des heraufziehenden Sturmes zu beziehen gelte. Weiterlesen

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Thomas von Aquin: Nation und Naturrecht

Der hl. Thomas von Aquin gehört zu den herausragenden Gestalten der abendländischen Geistesgeschichte, vor allem aufgrund seiner Entwicklung eines christlichen Konzeptes des Naturrechts. Der hl. Thomas entwickelte in seinem Konzept antike Gedanken auf eine Weise weiter, die bis in die Gegenwart nachwirkt. Zu seinen weniger bekannten Gedanken gehören seine im 13. Jahrhundert formulierten Überlegungen über die Rolle von Familie, Abstammung und Nation im Naturrecht aus seinem Hauptwerk „Summa Theologiae“. Weiterlesen

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Juan Donoso Cortés: Europa stirbt

Der spanische Diplomat, Politiker und Staatsphilosoph Juan Donoso Cortés (1809-1853) ist einer der bedeutendsten Kritiker der Fehlentwicklungen der Moderne. Vor mehr als 150 Jahren diagnostizierte er den sich ankündigenden Tod Europas in Folge der Abwendung von der Tradition Europas und ihren religiösen Quellen. Weiterlesen

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Nehemia und die schützenden Mauern Jerusalems

Das Buch Nehemia im Alten Testament beschreibt die Taten eines Mannes, der es nicht duldete, dass die heilige Stadt schutzlos ihren Feinden ausgeliefert war und sich mit einer Gruppe von Soldaten in die Stadt begab, um sie wieder sicher zu machen und eine Wiederherstellung der Religion und eine Erneuerung der Tradition zu ermöglichen. Weiterlesen

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Alasdair MacIntyre über Antworten auf die Krise Europas

Der Philosoph Alasdair MacIntyre hat in seinem  Hauptwerk „Der Verlust der Tugend“ kulturelle Verfallsprozesse westlicher Gesellschaften beschrieben. Am Schluß des Werkes sagt diesen Gesellschaften eine existentielle Krise voraus, umreisst aber auch eine Antwort darauf. Weiterlesen

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Wem gehört die Zukunft?

Auf einer Demonstration in den USA entstand dieses Foto, das zwei Frauen zeigt: Links eine als “queere Anarcha-Feministin” beschriebene Abtreibungsbefürworterin, und rechts eine konservative Christin, die voraussichtlich einige Kinder haben wird, die sie wahrscheinlich auch nicht töten, sondern im Rahmen einer Ehe zusammen mit dem leiblichen Vater der Kinder und mit viel Zuwendung zu starken Menschen erziehen wird. Weiterlesen

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Jean Raspail: Europäische Isolate und Gemeinschaften der Kontinuität

In diesen Tagen erscheint die Neuübersetzung von Jean Raspails “Das Heerlager der Heiligen“, die als bislang als einzige größere deutschsprachige Publikation übrigens das “Vatican Magazin” rezensiert hat. Vor rund zehn Jahren hatte sich Raspail über das geäußert, was seiner Ansicht nach von Europa in einem “Marsch in den Tod” vorläufig übrigbleiben wird. Der Beitrag wurde hier bereits früher aufgegriffen, soll aber im Zusammenhang mit der laufenden Diskussion nochmals zitiert werden. Weiterlesen

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Ernst Jünger: Die Idee der Unsterblichkeit und der unbesiegbare Mensch

Jede Kultur und jedes auf Dauer ausgelegte Gemeinwesen beruht zuallererst auf religiösen Bindungen. Größere areligiöse oder atheistische Gemeinschaften jenseits der Familie zerbrachen immer spätestens dann, wenn sich eine relevante Zahl von Mitgliedern von einem Festhalten an der Gemeinschaft keinen materiellen Vorteil mehr versprach. Religiöse Bindungen sind jedoch gleichzeitig mit dem Problem verbunden, dass sie kaum rational vermittelbar oder auf Nutzenkalkül zu begründen sind. Weiterlesen

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Europa 2025: Prognose

Der Informationsdienstleister Stratfor hat kürzlich eine strategische Prognose bzgl. der politischen Entwicklungen in Europa in den kommenden zehn Jahren vorgelegt, die auch einige der hier relevanten Fragen aufgreift. Weiterlesen

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Islamkritik: Jochen Bittners Forderung nach einem “zeitgemäßen Islam”

Die wachsende Präsenz des Islams in Europa wird auf Jahrzehnte heraus eine der zentralen Herausforderungen für die Zukunft des Kontinents darstellen. Dies erkennen auch einige Liberale, von denen Jochen Bittner, der Politikredakteur der Wochenzeitung “Die Zeit”, in einem aktuellen Beitrag einen “zeitgemäßen Islam” fordert. In diesem sollen Ideologeme wie etwa ein egalitäres Geschlechterbild oder die Verbannung der Religion ins Private zentrale Glaubensinhalte ersetzen. Weiterlesen

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